20 12, 2019

Bild des Monats Dezember 2019

2020-01-10T12:05:47+01:00

Unser kleiner Weihnachtsstern – Der Komet C/2017 T2 PANSTARRS

Komet C/2017 Wilhelm-Foerster-Sterwarte
Zu Weihnachten gibt es einen schönen, kleinen Kometen mit der etwas sperrigen Bezeichnung C/2017 T2 PANSTARRS. Um ihn zu sehen, benötigt man zwar ein größeres Fernrohr und dunklen Himmel, dennoch lohnt sich ein Versuch, den Schweifstern zu beobachten. Er steht im Perseus an der Grenze zum Sternbild Giraffe. Die tagesgenauen Koordinaten kann man unter seiner Bezeichnung im Internet finden.
Aufnahmedaten:
4. Dezember 2019
Berlin-Lichtenrade
Instrument: 31cm Newton f4 ohne Korrektor
12X35s bzw. 42x35s (nachgeführt)Fuji Kamera X – M1 ISO1600
Ausschnittsvergrößerung,
Rolf Gänger
Bild des Monats Dezember 20192020-01-10T12:05:47+01:00
19 11, 2019

Bild des Monats November 2019

2019-12-20T15:03:56+01:00

Sonnenfinsternis im Mikroformat –  der Merkurtransit

Am 11.11.2019 erwartete die Besucher der Wilhelm-Foerster-Sternwarte ein besonderes Himmelsereignis: ein Merkurtransit vor der Sonne. Im Schnitt kommt das Ereignis wegen der geneigten Merkurlaufbahn nur 13 Mal pro Jahrhundert vor. Der Transit des kleinsten Planeten unseres Sonnensystems war wetterbedingt nur im Osten Deutschlands zu beobachten. In Berlin fanden der 1.Kontakt (Der Merkur “berührt“ die äußere Kante der Sonnenscheibe.) um 13:35:31 MEZ, der 2. Kontakt (Merkur komplett vor der Sonnenscheibe) um 13:37:12 MEZ statt. Das gesamte Ereignis dauerte ca. 9h, der Austritt des Merkurs vor der Sonnenscheibe war jedoch nicht mehr zu beobachten, da er nach Sonnenuntergang stattfand.

Das Bild zeigt den Merkur vor der Granulation auf der Sonnenscheibe, schwach ist am Rand der zarte Flaum der Chromosphäre zu sehen.

Der nächste Merkurtransit findet 2032 statt.

Die Daten für Berlin:

1.Kontakt 13:35:31 MEZ

2.Kontakt 13:37:12 MEZ

Das gezeigte Bild stammt von 13:45 MEZ, t = ca. 1/25sec, 65 frames verarbeitet mit Registax

Teleskop:

Orion 80mm ED Refraktor, FL 600mm, f/7,5

mit Lunt Solar Systems LS60F H aplha Solarfilter

Kamera: DMK 41AU02.AS mit 2x Barlow,

Sibylle Fröhlich, WFS Berlin

Bild des Monats November 20192019-12-20T15:03:56+01:00
11 11, 2019

Nachruf

2019-12-02T11:02:25+01:00

Nachruf

Am 12. Oktober 2019 starb im Alter von 77 Jahren

Dipl.-Ing. Rolf Preuschmann

von 1986 bis 2012 Vorstandsmitglied, dabei von 2002 bis 2012 als 1.Vorsitzender.

Nach seinem Eintritt in den Verein im Jahre 1965 war Rolf Preuschmann schon bald aktiv tätig und teilte seine Freude an der mathematischen Berechnung astronomischer Phänomene mit anderen Sternfreunden. Daraus entstand einer der längsten Kurse der Sternwarte, der sich vom Thema mit der technischen Entwicklung beständig wandelte: vom „Rechenschieber in der Anwendung“ über „Der Taschenrechner in der Anwendung“ zum „Rechner in der Anwendung“.

Dabei zeigte sich eine der hervorstechenden Eigenschaften von Rolf Preuschmann : Mühelos wandelte er sich vom Lehrenden zum Lernenden, ließ sich von den jungen Leuten in die sich verändernden Bedingungen der Welt der modernen Computer einführen und hatte große Freude an den Errungenschaften der Digitaltechnik.

Vor allem das GPS mit seiner hochpräzisen Ortsbestimmung faszinierte ihn als Fortschritt der nautischen Ortsbestimmung nach den Gestirnen,  die er in jährlichen Kursen den Freunden der Seeschifffahrt im Planetarium nahe brachte. Ein weiteres Interessengebiet war das astronomische Wissen der alten Völker (Archäoastronomie), das ihn intensiv beschäftigt hat und das er im Planetarium und am Rechner mit anderen teilte. Seine Leidenschaft für die Astronomie und sein profundes naturwissenschaftliches Wissen und technisches Können hat er über 50 Jahre in Vorträgen und praktischen Kursen an Jung und Alt erfolgreich weitergegeben – hier entsteht eine sehr schmerzliche Lücke für die Arbeit des Vereins der Wilhelm-Foerster-Sternwarte, die so nicht mehr zu schließen ist!

Im Jahre 1986 hat Rolf Preuschmann sich spontan bereit erklärt, für den arbeitsintensiven Posten des Schriftführers zu kandidieren. Dieser Posten beinhaltete nach der alten Satzung auch die Führung der Vereinskasse. Mit Umsicht und Geschick hat er den von der Senatsverwaltung für Bildung überwachten Haushalt Jahr für Jahr erfolgreich „über  die Runden“ gebracht und auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die knappen Mittel in kollegialer Zusammenarbeit mit den leitenden Mitarbeitern und dem übrigen Vorstand gezielt für die Bedürfnisse der Volksbildung investiert. Für große Investitionen hat er mehrfach erfolgreich große Zuschüsse der Lotto-Stiftung verwaltet und durch gezielte Modernisierungen und technische Ergänzungen Planetarium und Sternwarte einen attraktiven Weg in die Zukunft ermöglicht.

Bei außergewöhnlichen Ereignissen hat Rolf Preuschmann sich immer uneigennützig engagiert: Beim Brand der Planetariumskuppel und dem Umbau der Spiegelkuppel für den Zeiss-Spiegel hat er dem Verein durch seine Verbindungen zu Kollegen aus der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) fachkundige Beratung beschafft und Kosten für teure Gutachten erspart. Bei der letzten Vakanz in der wissenschaftlichen Leitung  hat er auch diese Funktion interimistisch ausgefüllt.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand war Rolf Preuschmann beständig am Wohlergehen des Vereins der Wilhelm-Foerster-Sternwarte interessiert und hat die Überführung des Betriebs am Insulaner in die Stiftung Planetarium kritisch begleitet.
Die Förderung der astronomischen Volksbildung war ihm ein generelles Anliegen. So hat er sich auch überregional in der „Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Planetarien“ (ADP) sehr engagiert und zeitweise ihren Vorsitz übernommen.

Ein so unerwarteter Abschied von einem langjährigen Vorstandskollegen, mit dem wir jahrelang vertrauensvoll zusammengearbeitet haben, viele Stunden in der Woche gemeinsam die Geschicke des Vereins und seiner Mitarbeiter besprochen und geregelt haben und dessen Expertise immer noch Gewicht hatte, fällt doppelt schwer. Es bleibt die Erinnerung an einen liebenswerten Menschen, der seine Führungsaufgabe im Verein immer als „treusorgender Hausvater“ verstanden hat!

Wir verneigen uns in großer Dankbarkeit.

Karl-Friedrich Hoffmann
1. Vorsitzender des Vereins der Wilhelm-Foerster-Sternwarte

Nachruf2019-12-02T11:02:25+01:00
31 10, 2019

5. Astro-Börse-Berlin

2022-04-25T15:58:52+02:00

5. Astro-Börse-Berlin 2022

Die ursprünglich für März geplante 5. Astro-Börse-Berlin in der Archenhold-Sternwarte wird jetzt am 08. Oktober 2022 stattfinden.

Was ist die Astro-Börse-Berlin?

Hobby- und Amateurastronom*innen sind eingeladen, Equipment und Zubehör rund um das Thema Himmelsbeobachtung zu verkaufen, kaufen oder zu tauschen. Darüber hinaus informieren Astronomie-Fachhändler über ihre Angebote. Der Eintritt ist kostenlos.
Die Astro-Börse-Berlin wird gemeinschaftlich vom Verein der Wilhelm-Foerster-Sternwarte, dem Förderverein der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums Berlin e.V. sowie dem Clear-Sky-Blog organisiert.

Weiter Informationen finden Sie bei Astro-Börse-Berlin

© Martina Haupt

5. Astro-Börse-Berlin

08. Oktober 2022

Archenhold-Sternwarte
Alt Treptow 1
12435 Berlin

13 Uhr bis 21 Uhr (Verkauf 13 Uhr bis 18 Uhr)

Eintritt frei

5. Astro-Börse-Berlin2022-04-25T15:58:52+02:00
23 10, 2019

Bild des Monats Oktober 2019

2019-11-19T10:10:58+01:00

Der Pferdekopfnebel (IC 434) im Sternbild Orion

Der Pferdekopfnebel (IC 434) im Sternbild Orion, diesmal in Farbe aufgenommen unter dunklem Alpenhimmel mit einer

gekühlten Farbkamera, mit einem 20 cm Newton 127×20 Sekunden belichtet.

03.10.2019 Emberger Alm, Österreich

200 mmm Newton f=800mm, ASI294 Farbkamera

M. Kiehl, WFS Berlin

Bild des Monats Oktober 20192019-11-19T10:10:58+01:00
11 10, 2019

Wissenschaft Live 09.03.2022

2022-03-03T10:58:42+01:00

Die Selenographie des Johannes Hevelius – Mondatlas und Aufklärungsschrift

Referent: Dr. Felix Lühning, Archenhold-Sternwarte Berlin-Treptow

1647 veröffentliche der Danziger Unternehmer und Amateurastronom Johannes Hevelius sein Erstlingswerk: eine monumentale Monographie des Mondes, die in Europa einen weiten Widerhall fand. Man kann sagen, dass nichts, was mit den damaligen Fernrohren erfasst werden konnte, unbemerkt blieb. Während die Mondkarten weit bekannt sind, ist der Rest des Buches heutzutage weitgehend unbekannt, da es in der damaligen internationalen Gelehrtensprache Latein geschrieben worden ist, die heute nur noch wenige zu lesen vermögen. Dr. Felix Lühning hat unlängst eine Übersetzung des über 700 Seiten starken Buches abgeschlossen und wird von seiner Arbeit und seinen Erkenntnissen berichten. Es geht hier um fast manischen Beobachterfleiß, erstaunliche Mondtheorien, kühne Vermutungen und leidenschaftlichen Aufklärungswillen, aber auch um barocke Verschrobenheiten und vermeidbare wissenschaftliche Schwächen – Plus- und Minuspunkte, die nicht zuletzt auch ein objektives Bild des Astronomen erlauben.

Wissenschaft Live 09.03.20222022-03-03T10:58:42+01:00
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