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28 01, 2023

60 Jahre Astronomie und Forschung für alle: Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte feiert Geburtstag.

2023-01-30T12:13:14+01:00

© WFS e.V.

60 Jahre Astronomie und Forschung für alle: Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte feiert Geburtstag.

Am 30. Januar 1963 öffnete sich zum ersten Mal für die Berlinerinnen und Berliner die große Kuppel der Wilhelm-Foerster-Sternwarte. Damit hatte nun auch West-Berlin – nach dem Nachkriegsprovisorium in der Papestraße – seine eigene richtige Sternwarte.

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Finanziert wurde das Bauwerk vom Berliner Zahlenlotto (heute Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin), betrieben vom 1953 gegründeten Trägerverein Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V.

Herzstück der Wilhelm-Foerster-Sternwarte ist – damals wie heute – der 12-Zoll-Bamberg-Refraktor aus dem Jahre 1889, der bis 1950 in der ehemaligen Urania stand. Dieses herausragende Teleskop hat in den vergangenen 60 Jahren über 1,5 Millionen Schüler*innen mit dem Himmel über Berlin vertraut gemacht. Kleine und große Hobby-Astronomen können auf dem Insulaner in einer der Arbeitsgemeinschaften oder den vom Verein der Wilhelm-Foerster-Sternwarte angebotenen Praxis-Kursen das Universum erforschen. Neben der klassischen Himmelsbeobachtung steht die Wilhelm-Foerster-Sternwarte für zeitgemäße Astronomie mit moderner Technik und den Austausch mit Wissenschaftlern aus ganz Deutschland – ganz in der Tradition ihres Namensgebers. Wilhelm Foerster (1832 – 1921) setzte sich als Direktor der damaligen Berliner Sternwarte und Gründer der astronomischen Gesellschaft Urania für die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse auch für die Allgemeinheit ein, was damals keine Selbstverständlichkeit war.

Die Sternwarte auf dem Insulaner

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Der Architekt Carl Bassen entwarf die Wilhelm-Foerster-Sternwarte mit ihren zwei großen Beobachtungskuppeln, einer 78m über NN gelegenen großen Beobachtungsplattform, einem Hörsaal für 70 Besucher und einer eigenen mechanischen Werkstatt. Die große Kuppel der Sternwarte mit ihrem Durchmesser von 11m wurde ursprünglich 1905 für die ehemaligen „Goerz-Werke“ in der Friedenauer Rheinstraße errichtet und zur Vorführung von deren eigenen Instrumenten genutzt.
In der vom Hauptgebäude etwas entfernt liegenden Spiegelkuppel befindet sich das große 75cm Zeiss-Spiegelteleskop, das zurzeit in den Werkstätten der Firma 4H Engineering Jena restauriert und modernisiert wird. Die Firma ist spezialisiert auf die Restaurierung historischer Fernrohre und hat 1997 auch den Bamberg-Refraktor überarbeitet. Im Herbst dieses Jahres wird Zeiss-Spiegelteleskop zurückerwartet und Berlin wird damit eines der modernsten und lichtstärksten Teleskope der europäischen Volkssternwarten erhalten.

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Zurück zu den Anfängen: Schon im ersten Betriebsjahr verzeichnete die Wilhelm-Foerster-Sternwarte fast 30.000 Besucherinnen und Besucher. Schnell reichte der Platz im kleinen Hörsaal nicht mehr aus, die Vorträge waren hoffnungslos überlaufen. Auch Schulklassen kamen immer häufiger zum Insulaner. So wurde noch im Jahr 1963 der Grundstein für ein neues Planetarium mit 300 Sitzplätzen gelegt, das dann am 16. Juni 1965 eröffnet wurde. Das Zentrum für Astronomie am Insulaner war komplett – eine bis heute einmalige Kombination aus Sternwarte und Planetarium.

Der Blick in den Himmel über Berlin hat auch heute nichts von seiner Faszination verloren. Nach wie vor nutzen Schulklassen begeistert die zahlreichen Bildungsangebote am Insulaner. Hobby-Astronomen und Nachwuchswissenschaftlerinnen forschen an dieser nicht nur für Berlin einmaligen astronomischen Einrichtung, die seit 2016 unter dem Dach der Stiftung Planetarium Berlin tätig ist. Und auch der Verein der Wilhelm-Foerster-Sternwarte ist nach wie vor am Insulaner aktiv.

Freuen wir uns auf die zukünftigen Jahrzehnte!

60 Jahre Astronomie und Forschung für alle: Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte feiert Geburtstag.2023-01-30T12:13:14+01:00
11 03, 2020

Bild des Monats März 2020

2020-04-16T14:30:11+02:00

Der Komet PANSTARRS C/2017 T2

Der Komet PANSTARRS C/2017 T2
Kometen faszinieren immer wieder, leider sind helle Kometen selten. Sichtbar sind die meisten nur mit einem Teleskop oder einem großen Fernglas, so auch PANSTARRS C/2017 T2. Die Zeiten, da Kometen den Namen des Entdeckers trugen, sind seit den Himmelsdurchmusterungen mit automatischen Großteleskopen fast vorbei.
PANSTARRS steht jetzt „links“ neben der Cassiopeia und ist mag 9 hell. Im südlichen Berlin wird er durch die Stadtlichtglocke fast verschluckt, im Norden stehen die Chancen aber gut, PANSTARRS C/2017 T2 zu sehen.
Aufnahme: Rolf Gänger, Lichtenrade
Bild des Monats März 20202020-04-16T14:30:11+02:00
27 02, 2020

Restaurierung des Spiegelteleskops

2021-01-29T16:41:08+01:00

Gute Neuigkeiten für das Zeiss-Spiegelteleskop in der Wilhelm-Foerster-Sternwarte

Spiegelteleskop

Anfang Juli 2020 wurde in einer spektakulären Aktion das 75 cm-Spiegelteleskop von einem Kran aus der Kuppel gehoben und anschließend nach Jena transportiert. Dort wird es in den Werkstätten von Carl Zeiss durch die Firma 4H Jena-Engineering seitdem restauriert.
Im Dezember 2019 bewilligte die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Bildung das Projekt „Restaurierung und Erneuerung des 75 cm Zeiss-Spiegelteleskops“ der Wilhelm-Foerster-Sternwarte. Mit dem finanziellen Zuschuss der Klassenlotterie konnten wir nun mit der Sanierung des Spiegelteleskops beginnen. In Zukunft werden wir weiter regelmäßig über dieses Projekt, über den Umfang und die Fortschritte berichten.

Restaurierung des Spiegelteleskops2021-01-29T16:41:08+01:00
15 11, 2018

Instrumente

2020-11-18T17:36:25+01:00

Instrumente

Das Haupt-Führungsinstrument der Wilhelm-Foerster-Sternwarte ist der Bamberg-Refraktor, ein 12-Zoll- Linsenfernrohr (320 mm Linsendurchmesser) mit einer Brennweite von fünf Metern. Zugrundegelegt sind hierbei 12 französische Zoll, entsprechend 325 mm Objektivdurchmesser. Durch Probleme in der Herstellung wurde der Objektivdurchmesser auf 320 mm reduziert. Der Bamberg-Refraktor wurde 1889 von der Firma Carl Bamberg in Berlin-Friedenau für die neu gegründete „Urania“ gebaut. Das Fernrohr hat mit seiner Montierung ein Gewicht von 4,5 Tonnen, kann aber dennoch leicht mit einer Hand bewegt werden. Bei den öffentlichen Führungen in der 11 Meter großen Kuppel der Sternwarte wird je nach Bedarf mit 70- bis 700fachen Vergrößerungen gearbeitet.

Spiegelteleskop

Die kleinere 7m-Kuppel beherbergt ein ZEISS RC-Spiegelteleskop mit einer Öffnung von 75cm. Die Brennweite beträgt 5,6 Meter, die Antriebe sind computergesteuert. Das Spiegelteleskop mit seiner hervorragenden Abbildungsqualität wird sowohl bei Führungen als auch bei Amateurbeobachtungen, insbesondere für die Astrofotografie, eingesetzt. Die Bilder der SW-Videokamera können während der Führung auf DVD gebrannt und mit nachhause genommen werden.

Ein 6-Zoll (Linsendurchmesser ca. 15,25cm) -Doppelrefraktor findet sich schließlich in der mit fünf Meter Durchmesser kleinsten Kuppel der Wilhelm-Foerster-Sternwarte. Dieses Fernrohr, mit einer Brennweite von 2,25 Metern, dient ausschließlich Amateurbeobachtungen. Bemerkenswert ist die Optik in einem der Teleskope, die mit einem 3-linsigen ZEISS-B-Objektiv eine herausragende Abbildungsqualität und Bildschärfe besitzt.
Das zweite Teleskop des Doppelrefraktors ist mit einem 15cm-Objektiv von Wolfgang Busch mit 2,3 Meter Brennweite ausgestattet. Daneben ist ein weiteres Refraktorteleskop montiert: ein 12cm Refraktor mit 1,82 Meter Brennweite zur Sonnenbeobachtung im Licht der H-Alpha Wasserstofflinie, der mit einem Halle-Lyot Filter ausgerüstet ist.
Der Besucher kann also zwischen klassischer und moderner Sternenbeobachtung wählen: der Bamberg-Refraktor als Beispiel für eine „klassische“ Sternwarte, das große Zeiss-Spiegelteleskop als Vertreter der Generation von Teleskopen, die heute an wissenschaftlichen Sternwarten eingesetzt werden.

Instrumente2020-11-18T17:36:25+01:00
14 11, 2018

Geschichte der Sternwarte

2019-02-18T12:08:17+01:00

Geschichte der Sternwarte

Geschichte

Mit einem 12-Zoll-Bamberg-Refraktor aus dem Jahre 1889 und der Idee einer Volkssternwarte für den Westen der geteilten Stadt Berlin fing alles an. Am 30. Januar 1963 öffnete schließlich die Wilhelm-Foerster-Sternwarte auf dem Insulaner ihre Türen.

Bereits 1947 konnten die Berliner mit zwei selbstgebauten Fernrohren in einem Provisorium des Wilhelm-Foerster- Instituts in der Nähe des S-Bahnhofs Papestraße den Himmel über der Stadt erkunden. Ein Vortragsraum wurde eingerichtet, öffentliche Führungen angeboten. Nur ein modernes astronomisches Volksbildungszentrum stellte man sich auch damals anders vor. Ein neues Gebäude musste her: die Wilhelm-Foerster-Sternwarte auf dem Insulaner.

Ganz im Sinne des Namensgebers Wilhelm Foerster, dem ehemaligen Direktor der Berliner Sternwarte und Gründer der astronomischen Gesellschaft „Urania“, entstand ein für jedermann zugängliches Zentrum für Astronomie, das klassische und moderne astronomische Technik miteinander verbindet. Rund zwei Jahre später kam das Planetarium hinzu.

Damals wie heute finden interessierte Berliner, Schüler und Studenten sowie Hobby-Astronomen ihren Platz unter dem Kuppeldach der Sternwarte. Der Blick auf Planeten oder ganze Galaxien, die Millionen von Lichtjahren entfernt sind, ist nach wie vor ein faszinierendes Erlebnis. Und wer Mond oder Mars selbst erforschen will, der kann in einer der Arbeitsgemeinschaften aktiv werden.

Geschichte der Sternwarte2019-02-18T12:08:17+01:00
13 11, 2018

Wilhelm-Foerster-Sternwarte

2022-06-15T10:21:49+02:00

Wilhelm-Foerster-Sternwarte

Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte lädt auf den Insulaner zu einem faszinierenden Ausflug in den realen Himmel über Berlin. Das Betrachten von außerirdischen Objekten mit eigenen Augen hat bis heute nichts von seinem Reiz verloren. Mit klassischen Teleskopen oder moderner computergesteuerter Astronomie-Technik können Sie hier das Universum erforschen.

Aber Achtung: Himmelsbeobachtungen sind nur bei klarem Wetter möglich. Bei schlechten Sichtverhältnissen bietet die Sternwarte ein Ersatzprogramm an, das sich vor allem mit ihrer technischen Ausstattung beschäftigt.

„Wissenschaft für’s Volk“ – ganz im Sinne des Namensgebers Wilhelm Foerster (1832 – 1921) möchte der Verein der Wilhelm-Foerster-Sternwarte die Berliner und ihre Gäste für das Geschehen am Himmel und im Weltall begeistern. Beobachten Sie Millionen von Lichtjahren entfernte Galaxien, die Planeten unseres Sonnensystems oder einfach die Sterne über Berlin.

Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte – Ihr Tor zum Universum.

Führungen auf der Wilhelm-Foerster-Sternwarte:

Freitag 21.30 Uhr

Samstag 15.15 (nur September)/ 17.15 / 19.30 / 21.30 Uhr

Sonntag 13.15 (nur September) / 15.15 / 17.15 Uhr

Bitte beachten Sie, dass die Sternwarte grundsätzlich nur zu den Führungen geöffnet ist. Die Kasse der Sternwarte macht kurz vor der Führung auf.

Aktueller Hinweis: Bei den Veranstaltungen auf der Wilhelm-Foerster-Sternwarte wird empfohlen, eine FFP2-Maske zu tragen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.planetarium.berlin/besuch

Wilhelm-Foerster-Sternwarte2022-06-15T10:21:49+02:00
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