14 02, 2019

Wissenschaft Live 30.03.2022

2022-03-23T20:43:35+01:00

Die fünf Punkte von Monsieur Lagrange und ihre Bedeutung für die Raumfahrt

Referent: Otto Wöhrbach,  Freiburg

Das James-Webb-Weltraumteleskop wird mindestens während der kommenden zehn Jahre in der Nähe des Lagrange-Punktes L2 um die Sonne fliegen. Die Benennung dieser Ia-Lage im Sonnensystem geht zurück auf den italienischen Mathematiker Joseph-Louis Lagrange. König Friedrich der Große hatte ihn 1766 nach Berlin gelockt, um die Bedeutung der Preußischen Hauptstadt als Wissenschaftsstandort zu unterstreichen. 1772 veröffentlichte Lagrange eine seiner berühmtesten Arbeiten: „Essai sur les Trois Corps“. In dieser mathematischen Untersuchung der Bahnen von drei Himmelskörpern umeinander herum stieß er auf fünf Orte im Sonnensystem mit ganz besonderen Gravitationsbedingungen. L1 und L2 haben dabei eine wachsende Bedeutung für die Raumfahrt. Die übrigen drei Lagrange-Punkte tauchen dagegen immer wieder in Science-Fiction-Romanen auf. Aber nicht nur dort: 2020 hat man in L4 den zweiten großen Trojaner-Asteroiden der Erde entdeckt.

Wissenschaft Live 30.03.20222022-03-23T20:43:35+01:00
12 02, 2019

Vorlage2

2019-02-12T11:09:14+01:00

Wissenschaft Live

Die traditionsreichen Mittwochsvorträge zu Themen aus Astronomie und den damit verbundenen Natur- und Kulturwissenschaften finden regelmäßig im Planetarium am Insulaner statt. Der Eintritt ist für Mitglieder des Vereins der Wilhelm-Foerster-Sternwarte kostenlos.

Nächster Vortrag: 13. Februar 2019, 20 Uhr

„Jagd nach Geisterteilchen – Neutrino-Astronomie am Südpol“
Dr. Anna Franckowiak, DESY Zeuthen

Termine und Themen im Februar 2019:

06.02. „Warum die Erde kippt – Ursachen für die echte Polwanderung“
Dr. Bernhard Steinbach, GFZ Potsdam
13.02. Jagd nach Geisterteilchen – Neutrino-Astronomie am Südpol
Dr. Anna Franckowiak, DESY Zeuthen
20.02. noch offen
27.02. „Unsere Rückkehr zu Apollo 17“
N.N., PTScientists Berlin
Vorschau:

06.03.2019 „Jules Vernes Mondreiseromane im Spiegel ihrer Zeit“
Prof. Ralf Junkerjürgen, Universität Regensburg Weltraum und Literatur:
27.03.2019 „1342: Ein Starkregen verheert Mitteleuropa“
Prof. Dr. Bork, Universität Kiel, Institut für Ökosystemforschung
10.04.2019 „Ostern zwischen Bibel und Kalender“
Prof. D.B. Herrmann, ehem. Archenhold-Sternwarte Treptow
Vorlage22019-02-12T11:09:14+01:00
7 02, 2019

Bild des Monats Februar 2019

2019-03-01T11:00:20+01:00

Feuermond trotz Wolkenbruch – Die totale Mondfinsternis vom 20/21. Januar 2019

Eine Mondfinsternis mitten im Winter, das verspricht gute Beobachtungsbedingungen, steht der Vollmond doch nur dann hoch am Himmel. Jedenfalls wenn das Ereignis auch zur Mitte der Nacht stattfindet und das Wetter mitspielt. In Deutschland war das Ereignis nur etwas für Frühaufsteher und der Mond stand zu Beginn der Finsternis schon recht tief am Westhorizont. Die angesagte Frostperiode verhieß zumindest klare Nächte, doch leider stellte sich ich vielen Regionen in den frühen Morgenstunden Hochnebel ein, der den Blick auf unseren Erdtrabanten verhinderte. So wurden auch die Hoffnungen auf eine schöne Beobachtung auf unserer Sternwarte von einer dicken Hochnebelschicht zunichte gemacht.

Auch eine Reise an die sonnengewohnte US Westküste ist im Januar keine Wettergarantie. Die Vorhersage kündete von Alaska bis Mexiko eine über 90%ige Wolkenwahrscheinlichkeit an. So gestaltete sich die Jagd nach der Wolkenlücke auch im Großraum San Franzisco mehr als abenteuerlich. Der Plan, die Bedingungen mit einer Fahrt in den Regenschatten hinter den ersten Hügelketten zu verbessern endete in tiefhängenden Wolken, strömendem Regen und überschwemmten Straßen mit Steinschlag. Erst die Flucht zurück zur Küste führte in eine (wegen mangelnder Netzabdeckung im Hinterland unbemerkt) heranziehenden Wetterverbesserung und zu einer erfreulich klaren Beobachtung der gerade zu Ende gehenden Totalität und der kompletten Austrittsphase des Mondes aus dem Erdschatten und einem hervorragenden Beispiel der bei allen Astronomen so beliebten Wolkenloch-Astronomie.

Aufnahmedaten
Partielle Phase während Austritt des Mondes aus dem Kernschatten
Fremont, Kalifornien
2019-01-21 06:08:54 UT
10cm F8 Refraktor und Canon 600D DSLR
2sec bei ISO200
S. Fröhlich & G. Gottschalk, WFS Berlin

Bild des Monats Februar 20192019-03-01T11:00:20+01:00
Nach oben