Tätigkeitsbericht 2021
Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V.

Das Berichtsjahr 2021 ist auf Grund der weiter aktiven Corona-Pandemie mit ungewöhnlichen Situationen im Vereinsgeschehen geprägt. Wieder wie in 2020 gab es massive Einschränkungen bei der Verwaltung des Vereins (Mitgliederdatei, Postverkehr, Kontoüberwachung) und bei den Veranstaltungen. Die jährliche Mitgliederversammlung wurde auf den Oktober verschoben.

Wegen der Hygieneregeln, die letztlich auf die Senatsverwaltung für Bildung zurückgehen und von der Stiftung Planetarium mit dem Hausrecht erlassen wurden, durften die Gebäude monatelang nur mit Impf-Nachweisen (3G, 2G, 2G+), FFP2-Maske und bei beschränkter Personenzahl betreten werden. Obwohl der Verein darauf keinen Einfluss hatte und auch nicht die Möglichkeit, diese Regeln zu ändern, hat es langgediente Mitglieder so verärgert, dass sie den Verein verlassen haben.

Der Austausch des Vorstandes untereinander bestand in dieser Zeit nur telefonisch und über E-mails. Die erste vollständige Sitzung des neu gewählten Vorstands mit Beiräten im Planetarium fand dann am 13.10.21 statt, nachdem die Hygieneregeln dies wieder zuließen.

Als besonderen Anspruch haben wir es verstanden, den Kontakt zu den Mitgliedern durch den regelmäßigen Versand der Mitgliederzeitschriften aufrecht zu halten. Hier hat sich der Vorteil des digitalen Austauschs voll ausgezahlt. Die Ausgaben 10, 11 und 12 in 2021 konnten pünktlich fertig gestellt werden und informierten auch trotz den Corona bedingten Schließungen über die Aktivitäten des Vereins. Die Aktivitäten der Arbeitsgruppen waren auf Grund der Corona-Beschränkungen stark reduziert; Praktika konnten nicht stattfinden. Wesentliche Aktivitäten unserer Vereinsarbeit waren damit weiterhin zum Nichtstun verdammt. Die Mondgruppe hielt tapfer Kontakt über Videokonferenzen; die laufenden Mondprotokolle sind dafür ein beeindruckendes Zeugnis.

Auch die Mittwochsvorträge mussten von Januar bis Juni komplett ausfallen, bestehende Vereinbarungen mit den Referenten konnten meist bis zur zweiten Jahreshälfte verschoben werden. Von August bis Jahresende konnten die Mittwochsvorträge mit begrenzter Platzzahl (max. 60 Besucher) entsprechend dem dann gültigen Hygienekonzept angeboten werden, Es wurde insgesamt wieder eine Mischung aus verschieden Wissensgebieten angestrebt; darunter waren auch Autoren aktueller Bestseller aus der populären Wissenschaftsvermittlung.

Die Wiederbegegnung von Referenten und Zuhörern in einer Live-Veranstaltung wurde von beiden Parteien als beglückend und als große Erleichterung empfunden. Tatsache ist aber auch, dass einige Referenten von ihren Vorgesetzten in Betrieben und Behörden keine aktuelle Reisegenehmigung bekamen, so dass der jeweilige Vortrag weiter verschoben werden musste, z.T. bis 2022. Die Auswirkungen dieser Einschränkungen zeigten sich auch in den sehr zögerlichen Zusagen für Vorträge im Frühjahr 2022, die Unsicherheit über einen möglichen weiteren „Lockdown“ bleibt bis heute bestehen. Unsere Web-Seite fungiert daher weiterhin als aktuelle Informationsquelle für Änderungen.

Auch die Fa. 4H Jena engineering GmbH leidet massiv unter den gegenwärtigen Einschränkungen für die Materialbeschaffung elektronischer Bauteile. Das Projekt „Restaurierung und Erneuerung des 75 cm Zeiss-Spiegelteleskops“, finanziert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, muss daher um ein weiteres Jahr verschoben werden. (Die Rückführung und Inbetriebnahme des Spiegels ist nun für das Frühjahr 2023 geplant.)

Trotz der schweren und anhaltenden Beschränkungen des Zutritts zu den Gebäuden haben die Bibliotheks-AG, die „Aufräumtruppe“ und die Beobachter auf der Sternwarte in kleinen Schritten die jeweiligen Bereiche weiterhin gepflegt und wesentliche Fortschritte für die künftige Benutzungsmöglichkeit erreicht. Allen, die daran beteiligt waren, sei hier ganz herzlich gedankt!

Berlin-Schöneberg, 10. Juni 2022

Der Vorstand