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8 04, 2019

Bild des Monats April 2019

2019-04-08T15:11:21+02:00

Aus dem Nebel entsprungen – der Pferdekopfnebel

Der Pferdekopfnebel (IC 434) ist Teil einer Dunkelwolke im Sternbild Orion am östlichen Gürtelstern vor einem Emissionsnebel aus leuchtendem Wasserstoffgas in einer Entfernung von ca. 1500 Lichtjahren. Im sichtbaren Teil des Spektrums wird nur wenig Licht abgestrahlt, weshalb der Nebel dunkel erscheint. Wegen seiner geringen Helligkeit ist er ein sehr schwieriges Objekt und nur unter mondlosem dunklem Alpenhimmel mit einem H-Beta-Filter mit mindestens 20 cm Öffnung visuell zu erahnen.
Fotografisch ist der Pferdekopfnebel in der Stadt nur mit einem schmalen H-alpha Filter und langer Belichtungszeit aufnehmbar.

Aufnahmedaten
24. und 27. Februar 2019, Berlin Schmargendorf
250/1200 mm Newton (1:5), ASI16000MM Monochromkamera
Belichtungszeit 4,3 Std., Nachführung durch 50mm Sucher mit MGEN-2

M. Kiehl, WFS Berlin

Bild des Monats April 20192019-04-08T15:11:21+02:00
1 03, 2019

Bild des Monats März 2019

2019-04-08T15:00:29+02:00

Knall im All – der Krebsnebel

Beim Krebsnebel (Messier 1, NGC 1952) handelt es sich um einen Supernova-Überrest im Sternbild Stier. Die Supernova zündete am 04.07.1054, was die Chinesen damals als „Gaststern“ beobachteten. Dieser Gaststern war so hell, dass er 23 Tage lang am Taghimmel sichtbar war. Die scheinbare Maximalhelligkeit lag bei -6 Mag. Die Explosionsreste dehnten sich zum heute noch sichtbaren Krebsnebel aus, der 1731 von John Bevis und unabhängig davon 1758 von Charles Messier entdeckt wurde. Im Jahr 1921 wurde erkannt, dass der Krebsnebel sich ausdehnt. Aus der Ausdehnungsgeschwindigkeit wurde sein Alter von ca. 900 Jahren bestimmt.
Auch heute noch dehnt er sich mit ca. 1.500 km/sec. aus und hat derzeit eine Größe von 14 x 10 Lichtjahren erreicht. Die Entfernung von der Erde (ca. 6.500 Lichtjahre) wurde grob aus der durch den Dopplereffekt (Spektroskopie) bestimmten Bewegung in unserer Sichtlinie in Vergleich zur Ausdehnung senkrecht dazu (Fotoaufnahmen) bestimmt.
Im Innern des Krebsnebels befindet sich der Überrest des explodierten Sterns. Es handelt sich um einen Neutronenstern mit einer Masse von 1,4 Sonnenmassen bei nur 30 km Durchmesser. Er rotiert sehr schnell mit mehr als 30 Rotationen/sec. (Pulsar).
Die roten Filamente auf dem Foto sind Reste der Sternatmosphäre aus ionisiertem Wasserstoff, Helium, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Neon, Schwefel und Eisen. Das weißliche Innere leuchtet aufgrund von Synchrotronstrahlung. Hier werden Elektronen im sehr starken Magnetfeld des Pulsars beschleunigt. Um den Pulsar in Bildmitte herum kann man auch Schockfronten innerhalb der Synchrotronstrahlung erkennen.

Aufnahmedaten

26.09.11, Emberger Alm, Österreich

443/2048 mm Newton (1:4,6), SBIG ST-10 XME, Belichtungszeit 4,25 Std., Nachführung mit AO-8, Ausschnittvergößerung.

D. Hartmann, WFS Berlin

Bild des Monats März 20192019-04-08T15:00:29+02:00
14 02, 2019

Wissenschaft Live 24.04.2019

2019-04-18T14:23:55+02:00
„Protoplanetare Scheiben und die Entstehung von Planeten“

Dr. Carsten Dominik, Anton Pannekoek; Institut für Astronomie Universität von Amsterdam

Über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg waren die Ideen über den Ursprung von Planeten nur Gedankengebäude. Heute haben wir nicht nur exzellente Computermodelle, sondern auch erstklassige Bilder von den Wiegen der Planeten: „Protoplanetare Scheiben“. Was können wir aus diesen Bildern lernen und wie fügt sich das zusammen mit dem Wissen über tausende Exoplaneten? Wann, wo und wie entstehen Planeten? Warum sehen manche Planetensysteme so anders aus als unser eigenes Sonnensystem? In diesem Vortrag konzentrieren wir uns auf diese Fragen.

Wissenschaft Live 24.04.20192019-04-18T14:23:55+02:00