Babylonische Astronomie – neue Einblicke in eine antike Wissenschaft
Prof. Dr. Mathieu Ossendrijver, Humboldt-Universität Berlin

Keilschrifttafeln aus dem antiken Babylonien informieren uns über die reichhaltigen astronomischen Kenntnisse, Theorien und Praktiken, die babylonische Gelehrte in der Periode 650-50 v. Chr. pflegten und weiterentwickelten. Dies reicht von der akribischen Beobachtung von Mond und Planeten bis zur mathematischen Berechnung deren Bewegung und ihrer astrologischen Interpretation.
Der Vortrag befasst sich erstens mit der Frage, wie die babylonischen Astronomen den Mond und die Planeten beobachtet haben, zweitens wie sie die Phänomene von Mond und Planeten berechnet haben und, drittens, was der Zweck dieser Beobachtungen und Berechnungen war. Dazu werden auch Ergebnisse und Ansätze aus der aktuellen Forschung präsentiert.